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Die politische Philosophie beschäftigt sich mit fundamentalen Fragen von Staat, Regierung, Politik, Eigentum, Gesetz und Macht, mit Theorien zur Begründung von Herrschaft und den fundamentalen Prinzipien einer gerechten Gesellschaft.== Die Antike ==
Politische Philosophie beschäftigte sich mit der Natur und den Formen von Macht. Es wird vor allem über die richtige Regierung des Staates nachgedacht. Die politische Philosophie stellt eine der ersten Richtungen der Philosophie an sich dar.
--Simon Varga 15:45, 14. Sep 2004 (CEST)
Als akademische Disziplin hat die politische Philosophie ihre Ursprünge in der antiken griechischen Gesellschaft, in der die verschiedenen Stadtstaaten mit unterschiedlichsten Regierungsformen experimentierten. Dazu gehörten Monarchie, Tyrannei, Aristokratie, Oligarchie, Demokratie und Ochlokratie.
Wichtige schriftliche Werke in dieser Zeit stammen von Platon und Aristoteles. Die Römische politische Philosophie war von den Stoikern beeinflusst.
Buch-Tipp: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Absolut lesenswert! Die Abhandlung über die Ungleichheit von Jean-Jacques Rousseau ist eine absolut brillante Theorie des schweizer Philosophen. Rousseau zeigt in seinem sozialkritischen Buch die Verfehlungen der kapitalistischen Gesellschaft auf. Rousseau, den man heutzutage wohl als stark politisch linksgerichtet nennen könnte, kritisiert... | |
Im Mittelalter war die politische Philosophie von der Vorstellung eines gottesfürchtigen Staates geprägt. Speziell Augustinus spricht vom Gottesstaat in seinem Werk De civitate dei.
Buch-Tipp: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie Eine Beschreibung zum Buch " Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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In der Renaissance erfolgt die Verweltlichung der politischen Philosophie. Der Mensch rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt der Betrachtungen, wodurch auch die Bildung von Nationalstaaten gedanklich vorbereitet wird. Der bedeutendste politische Philosoph dieser Zeit ist der Italiener Niccolo Machiavelli, der in äußerst nüchterner Weise die Gesetzmäßigkeiten von Macht und Politik analysiert. Machiavelli gilt als einer der Vorbereiter der Einigung Italiens.
Buch-Tipp: Der Staat (Politeia). Herrschaft des Philosophen Platons "Politeia" gehört ohne zweifel zu den Klassikern der politischen Theorie- und Ideengeschichte.
Sinn und Zweck (télos) der menschlichen Existenz sieht er in der "Vervollkommung der Seelen" in dem Sinne der Entfaltung und Steigerung ethischer Fähigkeiten und Anlagen.
Hierzu dient das politische Gemeinwesen, die Polis,... |
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In der anschließenden geistesgeschichtlichen Phase wird der Staat - häufig als Selbstzweck - gedacht. Es erfolgt die Diskussion zwischen den verschiedenen Konzepten eines Staates. Besondere Höhepunkte dieser Diskussion bilden die Überlegungen von Thomas Hobbes mit dem Staat als Leviathan und die politikphilosophischen Werke von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der den Staat als Sittlichkeit darstellt.
Buch-Tipp: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus Ein neuer Blick in die Hintergründe unseres Lebens Richard Sennett, obwohl er ein Soziologe ist, geht zu dem Teil wie ein Volkskundler seine Betrachtung der aktuellen Lebenswelten an. Er vollzieht teilnehmende Beobachtungen und schildert die Ansichten der Menschen mit denen er zu dem Teil viel Zeit verbracht hat. Die neue Betrachtung der Grenzenlosigkeit... |
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In neuerer Zeit wird der Staat meist als Instrument angesehen, gelegentlich auch für völlig überflüssig erachtet. Karl Marx lehrte, dass der Staat verfalle, wenn erst die klassenlose Gesellschaft erreicht sei. Noch deutlicher wird dies in dem Anarchismus. Auf der anderen Seite wird der Staat als Mittel zu dem Zweck angesehen. Hitler z. B. postulierte, dass der Staat dem Volk zu dienen habe. Anders sah dies Benito Mussolini, der aber den Staat ebenfalls als Instrument, nämlich zur Wiedererrichtung einer antiken Ordnung verstand. Auch der konservative deutsche Jurist und politische Philosoph Carl Schmitt sah den Staat vor allem als Ordnungsfaktor, der Recht schafft.
Buch-Tipp: Discorsi Augenöffnend Ich hatte, ebenson wie die meisten meiner Mitmenschen, keine wirkliche Ahnung von Politik und ihren vielen Derivaten (Management, Familienführung, Gruppendynamik. . . ) bis mir dieses Buch die Augen dafür geöffnet hat. Der Fürst sei ca. als Appetitmachender Einstieg in dieses Buch zu empfehlen - es ist in seinen weitreichenden Konsequenzen... |
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In den neueren pluralistischen Konzepten, wie sie vor allem von dem britischen Theoretiker Harold Laski (Labour Party) entwickelt wurden, gilt der Staat als einer von vielen wirkenden Kräften, aber nicht mehr als der Vertreter der Gesamtheit. Diese Betrachtungen haben sich zwischenzeitlich auch auf andere politische Philosophien übertragen. Der Liberalismus, der dem Staat schon stets skeptisch gegenüberstand, konzipierte ein staatsarmes System, das polemisch als Nachtwächterstaat genannt wurde. Diese Gedanken liefen in der neuesten Zeit zusammen mit den Pluralismus-Ideen Laskis und sind heute praktisch zu einer Einheit verschmolzen.----
Siehe auch: Portal Philosophie
Eine noch rudimentäre und einseitige Liste von Personen, die sich mit politischer Philosophie beschäftigt haben: Platon, Aristoteles, Cicero, Niccolò Machiavelli, Hugo Grotius, Samuel Pufendorf , Jean Bodin, Thomas Paine, Montesquieu, John Locke, John Stuart Mill, Jeremy Bentham, Immanuel Kant, Georg W. F. Hegel, Karl Marx, Antonio Gramsci, Pierre Joseph Proudhon, Michail Bakunin, Peter Kropotkin, John Rawls, Isaiah Berlin, Alain Badiou, Étienne Balibar, Jacques Ranciere, Hannah Arendt, Friedrich August von Hayek, Robert Nozick , Michel Foucault, Michael Walzer, Armin Mohler, Edmund Burke, Louis Althusser
Buch-Tipp: Leviathan. Wer mag schon in dem Urzustand leben? Für den englischen Philosophen Thomas Hobbes( 1688-1679) ist Philosophie nichts anderes als die rationale Erkenntnis empirischer Zusammenhänge. Erkennen basiert nach seiner Meinung auf Empfindungen.
Begriffe sind für ihn lediglich Namen. Denken ist nichts anderes als das Rechnen mit Namen. Das Wollen ist stark... |
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